Immobilien kaufen an der Zürcher Goldküste: Der komplette Ratgeber

Tino Brodar
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12.08.2026
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Lesezeit ca.
15
Min.

Das Wichtigste in Kürze

• Die Zürcher Goldküste umfasst die Gemeinden am rechten Zürichseeufer von Zollikon bis Stäfa und gehört zu den begehrtesten Wohnlagen der Schweiz.
• Der Kaufprozess dauert in der Praxis 6 bis 12 Wochen, von der Finanzierungsbestätigung über die öffentliche Beurkundung bis zum Grundbucheintrag.
• Käufer benötigen mindestens 20% Eigenkapital, davon 10% aus harten Eigenmitteln. Die Bank prüft die Tragbarkeit mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 5%.
• Der Kanton Zürich erhebt keine Handänderungssteuer. Die Kaufnebenkosten gehören damit zu den tiefsten der Schweiz.
• Ein erheblicher Teil der Transaktionen an der Goldküste findet Off-Market statt. Ohne lokales Netzwerk bleibt ein Teil des Angebots unsichtbar.

Eine Immobilie an der Zürcher Goldküste zu kaufen gehört zu den bedeutendsten finanziellen Entscheidungen, die man in der Schweiz treffen kann. Die Gemeinden am rechten Zürichseeufer zählen zu den wertbeständigsten Wohnlagen des Landes, und wer hier kauft, kauft nicht nur eine Liegenschaft, sondern eine Lebensqualität, die seit Jahrzehnten nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat.

Dieser Ratgeber führt Sie durch den gesamten Kaufprozess. Sie erfahren, wie der Markt an der Goldküste funktioniert, welche Gemeinde zu welchem Lebensstil passt, wie die Finanzierung in der Schweiz geregelt ist und welche Schritte vom ersten Besichtigungstermin bis zur Schlüsselübergabe auf Sie zukommen.

Was macht die Zürcher Goldküste so begehrt?

Die Goldküste verdankt ihren Namen der Abendsonne, die das rechte Seeufer länger beleuchtet als das gegenüberliegende Ufer. Diese Besonnung ist mehr als ein poetisches Detail. Sie prägt die Wohnqualität, die Vegetation der Rebhänge und letztlich auch die Immobilienpreise.

Drei Faktoren machen die Region einzigartig. Erstens die Lage selbst, mit Seesicht, Alpenpanorama und einer Erreichbarkeit der Stadt Zürich, die je nach Gemeinde zwischen zehn und dreissig Minuten liegt. Zweitens das Steuerumfeld, denn mehrere Goldküsten-Gemeinden gehören zu den steuergünstigsten des Kantons. Zumikon führt diese Liste mit dem tiefsten Steuerfuss im ganzen Kanton Zürich an. Drittens die Infrastruktur, von internationalen Schulen über erstklassige Gesundheitsversorgung bis zu einem dichten Netz an Sport-, Kultur- und Freizeitangeboten.

Diese Kombination zieht eine kaufkräftige, internationale Käuferschaft an. Die Folge ist ein Markt, in dem die Nachfrage das Angebot strukturell übersteigt und in dem Qualitätsobjekte rasch und häufig diskret den Besitzer wechseln. Einen Überblick über alle aktuellen Immobilien an der Goldküste finden Sie in unserem Portfolio.

Der Immobilienmarkt an der Goldküste im Überblick

Der Markt am rechten Zürichseeufer zeigt sich im Jahr 2026 stabil auf hohem Niveau. Nach der dynamischen Phase zwischen 2020 und 2022 hat sich das Preiswachstum normalisiert. Banken und Marktbeobachter rechnen für den Kanton Zürich mit einer jährlichen Preissteigerung von rund drei bis viereinhalb Prozent. Von starken Korrekturen ist an der Goldküste nichts zu sehen, wozu das tiefe Zinsniveau und das chronisch knappe Angebot beitragen.

Die Preisspannen innerhalb der Region sind allerdings beträchtlich. Wohnungen in den Spitzenlagen von Küsnacht oder Zollikon erzielen Quadratmeterpreise von 18'000 bis über 25'000 Franken, in Ausnahmefällen deutlich mehr. Die mittleren und östlichen Gemeinden wie Männedorf, Uetikon am See oder Stäfa bewegen sich in einem zugänglicheren Rahmen, ohne bei Lage und Lebensqualität nennenswerte Abstriche zu machen. Einfamilienhäuser in den Toplagen wechseln regelmässig für drei bis fünf Millionen Franken den Besitzer, wobei Seesicht und direkter Seezugang Liebhaberpreise weit darüber rechtfertigen können.

Bemerkenswert ist die langfristige Wertentwicklung. Über die letzten 25 Jahre haben sich die Immobilienpreise im Raum Zürich nahezu verdreifacht. Wer an der Goldküste kauft, hat historisch betrachtet nicht nur gewohnt, sondern auch investiert.

Ein Markt mit zwei Gesichtern

Was Aussenstehende oft unterschätzen, ist der diskrete Teil des Marktes. Gerade wer Immobilien in Küsnacht kaufen möchte, trifft auf einen Markt, in dem ein erheblicher Teil der Transaktionen ausserhalb der öffentlichen Plattformen stattfindet. Dasselbe gilt für Häuser in Zollikon und Wohnungen in Erlenbach. Verkäufer schätzen die Vertraulichkeit, Käufer den exklusiven Zugang. Wer nur auf den grossen Portalen sucht, sieht einen Teil des tatsächlichen Angebots schlicht nicht. Ein lokal vernetzter Immobilienpartner öffnet hier Türen, die sonst verschlossen bleiben.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Kaufen?

Kaum eine Frage wird Immobilienberatern häufiger gestellt, und kaum eine lässt sich seriöser beantworten als mit einem Blick auf die Mechanik des Marktes statt auf Prognosen. Wer auf den perfekten Moment wartet, wartet an der Goldküste erfahrungsgemäss lange, denn der ideale Einstiegszeitpunkt zeigt sich immer erst im Rückblick.

Das aktuelle Umfeld spricht dennoch für Klarheit. Die Schweizerische Nationalbank hat den Leitzins auf null gesenkt, was Festhypotheken historisch günstig macht und die Finanzierungskosten planbar hält. Gleichzeitig hat sich das Preiswachstum nach den Boomjahren normalisiert. Käufer agieren heute in einem berechenbareren Markt als noch vor wenigen Jahren, mit weniger Überbietungswettbewerb und mehr Zeit für eine fundierte Prüfung.

Wichtiger als das Markt-Timing ist das persönliche Timing. Drei Fragen entscheiden darüber, ob der Zeitpunkt für Sie stimmt. Ist die Finanzierung auch bei einem kalkulatorischen Zins von 5% komfortabel tragbar? Planen Sie, mindestens acht bis zehn Jahre in der Immobilie zu bleiben, damit die Kaufnebenkosten und allfällige Marktschwankungen ins Verhältnis rücken? Und haben Sie nach dem Kauf noch ausreichend Reserven für Unvorhergesehenes? Wer diese drei Fragen mit Ja beantwortet, muss den Markt nicht timen. An einer Lage wie der Goldküste hat langfristiges Halten historisch jede kurzfristige Schwankung ausgeglichen. Wenn Sie bereit sind, lohnt sich ein Blick auf das aktuelle Angebot an der Goldküste.

Welche Gemeinde passt zu Ihnen?

Die Goldküste ist kein homogener Markt, sondern ein Mosaik aus Gemeinden mit sehr unterschiedlichen Charakteren. Die Wahl des richtigen Ortes ist mindestens so wichtig wie die Wahl des richtigen Objekts.

Die stadtnahen Klassiker: Zollikon und Küsnacht

Zollikon ist das Tor zur Goldküste und verbindet unmittelbare Stadtnähe mit dem grünen, ruhigen Charakter einer Seegemeinde. Wer eine Immobilike in Zollikon kaufen möchte, findet ein knappes, aber erstklassiges Angebot zwischen Dorfkern und Zollikerberg. Küsnacht gilt als die prestigeträchtigste Adresse der Region, mit dem berühmten Goldbach-Quartier, exzellenten Privatschulen und einem Markt, der zu den selektivsten der Schweiz gehört. Ein Haus in Küsnacht zu kaufen zählt entsprechend zu den exklusivsten Immobilieninvestments des Landes.

Die mittlere Goldküste: Erlenbach, Herrliberg und Meilen

Erlenbach besticht durch seinen intimen Dorfcharakter, historische Riegelbauten und direkte Seezugänge. Das Angebot an Immobilien in Erlenbach ist bewusst klein und entsprechend begehrt. Herrliberg liegt erhöht am Pfannenstiel-Hang. Häuser in Herrliberg bieten Panoramalagen mit Weitblick über See und Alpen, kombiniert mit attraktiven Steuerbedingungen. Meilen ist die grösste und vielfältigste Gemeinde dieses Abschnitts, mit mehreren eigenständigen Ortsteilen und der besten ÖV-Anbindung der Region. Eine Wohnung in Meilen zu kaufen ist dank des breiteren Preisspektrums für besonders viele Käufergruppen realistisch.

Die östliche Goldküste: Uetikon am See, Männedorf und Stäfa

Dieser Abschnitt ist die Entdeckung für Käufer, die Goldküsten-Qualität zu einem zugänglicheren Preisniveau suchen. Wer Immobilien in Uetikon am See kaufen möchte, profitiert von der Umgestaltung des ehemaligen Industrieareals in ein modernes Seequartier direkt am Wasser. Ein Haus in Männedorf zu kaufen bedeutet echtes Dorfleben mit vollständiger Infrastruktur, inklusive Spital und internationaler Schule. Stäfa schliesslich ist die flächenmässig grösste Gemeinde der Goldküste, geprägt von jahrhundertealter Weinbautradition und einer lebendigen Altstadt. Wohnungen in Stäfa sind dank der Angebotsbreite einfacher zu finden als in den kleineren Nachbargemeinden.

Über dem See: Zumikon

Zumikon liegt auf dem Pfannenstiel-Plateau oberhalb der Seegemeinden und bietet, was am Ufer kaum noch zu finden ist. Grosszügige Grundstücke, viel Grün, absolute Ruhe und den tiefsten Steuerfuss im Kanton Zürich. Für den Immobilienkauf in Zumikon sprechen zudem die Forchbahn mit ihrer Direktverbindung nach Zürich Stadelhofen und die Inter-Community School als gewichtiges Argument für internationale Familien.

Das erweiterte Einzugsgebiet: Zürich, Wetzikon und Rüti

Wer den Zürcher Immobilienmarkt breiter betrachtet, findet im Seefeld und im Kreis 8 das urbane Pendant zur Goldküste. Wer eine Wohnung in Zürich kaufen möchte, findet hier Belle-Époque-Altbauten, exklusive Seesicht-Lagen und urbane Kurzwege. Im Zürcher Oberland lässt sich ein Haus in Wetzikon kaufen oder eine Immobilie in Rüti kaufen zu einem deutlich zugänglicheren Preisniveau, bei vollständiger Infrastruktur und schneller Bahnanbindung. Eine überzeugende Option für Familien und Investoren mit Blick auf Wachstumspotenzial.

Eigentumswohnung oder Einfamilienhaus: Was ist beim Kauf anders?

An der Goldküste ist ein wachsender Teil des Angebots Stockwerkeigentum, insbesondere in den Neubauprojekten der Seegemeinden. Der Kauf einer Eigentumswohnung folgt denselben rechtlichen Schritten wie der Hauskauf, verlangt aber eine zusätzliche Prüfungsebene, die viele Käufer unterschätzen.

Was Sie beim Stockwerkeigentum zusätzlich prüfen müssen

Mit einer Eigentumswohnung kaufen Sie nicht nur Ihre vier Wände, sondern auch einen Anteil an einer Gemeinschaft. Das Begründungsdokument und das Reglement legen fest, welche Teile Ihnen allein gehören, welche gemeinschaftlich sind und welche Nutzungsrechte bestehen. Die Wertquote bestimmt Ihren Anteil an den gemeinsamen Kosten und Ihr Stimmgewicht in der Versammlung.

Besonders aufschlussreich sind die Protokolle der letzten Stockwerkeigentümerversammlungen. Sie zeigen, ob Sanierungen anstehen, ob die Gemeinschaft harmonisch funktioniert und ob Rückstellungen gebildet wurden. Der Erneuerungsfonds ist dabei die zentrale Kennzahl. Ist er zu tief dotiert und steht eine Dach- oder Fassadensanierung an, kann eine Sonderumlage von mehreren zehntausend Franken auf die Eigentümer zukommen. Diese Prüfung gehört vor die Preisverhandlung, denn ein tiefer Kaufpreis bei leerem Erneuerungsfonds ist oft kein Schnäppchen, sondern eine verschobene Rechnung.

Die Abwägung

Das Einfamilienhaus bietet maximale Autonomie und an der Goldküste die grösste Wertsteigerungsfantasie, denn Bauland am See wird nicht mehr. Dafür tragen Sie Unterhalt und Erneuerung allein. Die Eigentumswohnung punktet mit tieferem Einstiegspreis, geteilten Unterhaltslasten und oft besserer Lage, verlangt aber die Bereitschaft, Entscheidungen mit der Gemeinschaft zu teilen. Welcher Weg passt, ist letztlich eine Lebensstilfrage, keine reine Renditerechnung. Beide Objekttypen finden Sie in unserem aktuellen Angebot an der Goldküste.

Die Finanzierung: Was Banken verlangen

Die Schweizer Finanzierungsregeln sind streng, aber transparent. Wer sie kennt, kann seine Kaufkraft realistisch einschätzen, bevor die Objektsuche beginnt. Genau in dieser Reihenfolge sollte es auch ablaufen, denn an der Goldküste entscheidet oft die Geschwindigkeit. Wer eine schriftliche Finanzierungsbestätigung vorweisen kann, hat bei begehrten Objekten einen entscheidenden Vorteil.

Die Eigenkapitalregel

Banken finanzieren in der Regel maximal 80% des Kaufpreises. Mindestens 20% müssen als Eigenkapital eingebracht werden, wovon mindestens die Hälfte aus sogenannten harten Eigenmitteln stammen muss. Dazu zählen Ersparnisse, Wertschriften und Guthaben der Säule 3a, nicht aber Gelder aus der Pensionskasse. Diese dürfen für die zweite Hälfte des Eigenkapitals verwendet werden, entweder als Vorbezug oder als Verpfändung.

Bei einem Kaufpreis von zwei Millionen Franken bedeutet das konkret mindestens 400'000 Franken Eigenkapital, davon 200'000 Franken aus harten Mitteln. Dazu kommen die Kaufnebenkosten, die nicht über die Hypothek finanziert werden können.

Die Tragbarkeitsrechnung

Die zweite Hürde ist die Tragbarkeit. Banken prüfen nicht, ob Sie die Hypothek zum aktuellen Zinssatz tragen können, sondern rechnen mit einem kalkulatorischen Zinssatz von rund 5%. Dazu addieren sie 1% des Immobilienwerts für Unterhalt und Nebenkosten sowie die Amortisation der zweiten Hypothek. Die Summe dieser kalkulatorischen Wohnkosten darf höchstens einen Drittel des Bruttoeinkommens ausmachen.

Diese Regel wirkt konservativ, hat sich aber über Jahrzehnte bewährt. Sie stellt sicher, dass die Finanzierung auch bei deutlich steigenden Zinsen tragbar bleibt. Für ein Objekt im Wert von zwei Millionen Franken mit 20% Eigenkapital ergibt sich daraus ein benötigtes Bruttoeinkommen von rund 360'000 Franken pro Jahr. Wer mehr Eigenkapital einbringt, senkt diese Schwelle deutlich und erhält in der Regel auch bessere Zinskonditionen.

Die Wahl des Hypothekarmodells

Drei Grundmodelle stehen zur Auswahl. Die Festhypothek mit Laufzeiten von zwei bis fünfzehn Jahren bietet Planungssicherheit und ist mit einem Marktanteil von rund drei Vierteln das beliebteste Modell. Die SARON-Hypothek folgt dem Geldmarktzins und ist aktuell günstiger, dafür schwankungsanfällig. Die variable Hypothek spielt in der Praxis kaum noch eine Rolle. Viele Experten empfehlen eine Aufteilung in zwei bis drei Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten, um das Zinsrisiko bei der Erneuerung zu verteilen. Gerne besprechen wir Ihre Finanzierungssituation in einer kostenlosen Erstberatung.

Immobilien kaufen als Ausländer: Was die Lex Koller erlaubt

Die Goldküste zieht seit Jahrzehnten internationale Käuferinnen und Käufer an, von Führungskräften globaler Unternehmen bis zu Familien, die wegen der Schulen und der Lebensqualität in die Region ziehen. Für sie stellt sich eine Frage zuerst. Darf ich in der Schweiz überhaupt eine Immobilie kaufen? Die Antwort regelt das Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland, besser bekannt als Lex Koller.

Die Regeln im Überblick

Entscheidend sind Wohnsitz und Aufenthaltsstatus. EU- und EFTA-Bürgerinnen und -Bürger mit Wohnsitz in der Schweiz und einer B- oder C-Bewilligung kaufen ohne Einschränkung, gleichgestellt mit Schweizer Staatsangehörigen. Angehörige von Drittstaaten mit einer C-Bewilligung kaufen ebenfalls frei. Mit einer B-Bewilligung dürfen Drittstaatler bewilligungsfrei einen Hauptwohnsitz am Wohnort erwerben, den sie selbst bewohnen müssen.

Wer keinen Wohnsitz in der Schweiz hat, unterliegt der Bewilligungspflicht, und diese Bewilligungen werden im Wesentlichen nur für Ferienwohnungen in Tourismuskantonen erteilt. Der Kanton Zürich vergibt keine solchen Kontingente. Für Käufer ohne Schweizer Wohnsitz ist der Erwerb einer Wohnimmobilie an der Goldküste damit praktisch ausgeschlossen. Der Weg führt in diesem Fall über die Wohnsitznahme, die für viele internationale Fachkräfte ohnehin der Anlass des Kaufs ist. Besonders gefragt bei internationalen Käufern sind Küsnacht und Zumikon, nicht zuletzt wegen der internationalen Schulen in beiden Gemeinden.

Was sich ändern könnte

Der Bundesrat hat im Frühjahr 2026 eine Verschärfung der Lex Koller in die Vernehmlassung geschickt. Diskutiert wird unter anderem eine Bewilligungspflicht für Drittstaatsangehörige auch beim Kauf des Hauptwohnsitzes. Noch ist das nicht geltendes Recht, doch die Richtung ist erkennbar. Wer als internationaler Käufer einen bewilligungsfreien Erwerb plant, hat gute Gründe, das Vorhaben nicht auf die lange Bank zu schieben. Bei komplexeren Konstellationen, etwa beim Kauf über Gesellschaften oder bei gemischt genutzten Liegenschaften, empfiehlt sich frühzeitig eine juristische Beratung.

Der Kaufprozess Schritt für Schritt

Vom ersten Interesse bis zur Schlüsselübergabe vergehen in der Praxis meist sechs bis zwölf Wochen. Der Ablauf folgt in der Schweiz einem klar geregelten Muster.

Schritt 1: Finanzierung klären

Bevor die Suche beginnt, sollte die Finanzierung stehen. Eine schriftliche Finanzierungsbestätigung der Bank signalisiert Verkäufern und Maklern, dass Sie ein ernsthafter Käufer sind. An der Goldküste, wo begehrte Objekte oft mehrere Interessenten haben, ist dieser Nachweis häufig die Eintrittskarte zur Besichtigung.

Schritt 2: Suchen und besichtigen

Definieren Sie Ihre Kriterien realistisch und lassen Sie sich bei den Gemeinden beraten, statt sich nur auf eine festzulegen. Oft bietet die Nachbargemeinde das bessere Objekt zum besseren Preis. Nutzen Sie neben den öffentlichen Plattformen auch den Zugang zu Off-Market-Objekten über einen lokal vernetzten Partner. Bei der Besichtigung lohnt sich ein zweiter Termin zu einer anderen Tageszeit, um Besonnung, Lärm und Umfeld vollständig einzuschätzen.

Schritt 3: Prüfen und verhandeln

Vor einem Angebot gehören die wichtigsten Unterlagen auf den Tisch. Dazu zählen der Grundbuchauszug mit allfälligen Dienstbarkeiten, der Katasterplan, bei Stockwerkeigentum das Begründungsdokument samt Reglement und Protokollen der letzten Versammlungen sowie Angaben zum baulichen Zustand. Beim Preis hilft eine unabhängige Bewertung, die eigene Verhandlungsposition mit Fakten zu unterlegen. In einem Verkäufermarkt wie der Goldküste ist der Spielraum begrenzt, aber vorhanden, insbesondere bei Objekten mit Renovationsbedarf.

Schritt 4: Reservation und Kaufvertrag

Haben sich beide Seiten geeinigt, folgt häufig eine Reservationsvereinbarung. Wichtig zu wissen ist, dass eine einfache schriftliche Reservation in der Schweiz rechtlich nicht bindend ist. Verbindlich wird der Kauf erst mit der öffentlichen Beurkundung. Der Notar erstellt den Kaufvertrag auf Basis der Einigung, prüft die Eigentumsverhältnisse und koordiniert mit der Bank das unwiderrufliche Zahlungsversprechen, das bei einer Fremdfinanzierung Voraussetzung für die Abwicklung ist.

Schritt 5: Beurkundung und Grundbucheintrag

Der Notartermin dauert in der Regel 45 bis 60 Minuten. Beide Parteien erscheinen persönlich, der Vertrag wird verlesen und öffentlich beurkundet. Damit ist der Kauf vertraglich besiegelt, doch Eigentümer sind Sie in diesem Moment noch nicht. Erst der Eintrag im Grundbuch überträgt das Eigentum rechtlich. Der Notar meldet die Handänderung beim Grundbuchamt an, parallel überweist die Bank den Kaufpreis. Je nach Kanton dauert der Eintrag zwei bis vier Wochen.

Schritt 6: Übergabe

Mit der Schlüsselübergabe und dem Übergabeprotokoll geht die Immobilie in Ihren Besitz über. Dokumentieren Sie den Zustand sorgfältig, halten Sie Zählerstände fest und klären Sie die Übergabe aller Schlüssel, Garagensender und Unterlagen. Ab diesem Zeitpunkt tragen Sie Nutzen und Gefahr der Liegenschaft. Wenn Sie sich eine persönliche Begleitung durch den gesamten Kaufprozess wünschen, sind wir gerne für Sie da.

Kaufnebenkosten im Kanton Zürich: Ein klarer Standortvorteil

Beim Immobilienkauf fallen in der Schweiz je nach Kanton zwei bis fünf Prozent des Kaufpreises an Nebenkosten an. Der Kanton Zürich gehört hier zu den günstigsten Standorten des Landes, denn die Handänderungssteuer wurde bereits 2005 abgeschafft.

Was bleibt, sind die Notariats- und Grundbuchgebühren. Diese betragen im Kanton Zürich je 0,1% des Kaufpreises für die Beurkundung und den Grundbucheintrag. Kommt eine Hypothek mit neuem Schuldbrief dazu, fallen nochmals je 0,1% der Pfandsumme für dessen Errichtung an. Bei einem Kaufpreis von zwei Millionen Franken mit einer Hypothek von 1,6 Millionen Franken ergeben sich damit Gebühren in der Grössenordnung von 7'000 bis 8'000 Franken. Im Vergleich dazu würde derselbe Kauf in Kantonen mit Handänderungssteuer schnell 30'000 bis 60'000 Franken zusätzlich kosten.

Wichtig für die Planung ist, dass diese Nebenkosten nicht über die Hypothek finanziert werden dürfen. Sie müssen zusätzlich zum Eigenkapital verfügbar sein. Käufer und Verkäufer haften im Kanton Zürich solidarisch für die Gebühren des Kaufvertrags, üblicherweise werden sie hälftig geteilt. Die Kosten für den Schuldbrief trägt der Käufer allein. Dieser Kostenvorteil ist ein weiteres Argument, Immobilien im Kanton Zürich gegenüber anderen Regionen den Vorzug zu geben.

Typische Fehler beim Immobilienkauf und wie Sie sie vermeiden

Die Suche ohne Finanzierungsbestätigung starten. An der Goldküste sind begehrte Objekte schnell weg. Wer erst nach der Besichtigung mit der Bank spricht, verliert wertvolle Tage und häufig das Objekt.

Nur auf den öffentlichen Portalen suchen. Ein wesentlicher Teil des Angebots, gerade im gehobenen Segment, erscheint nie auf einer Plattform. Ohne lokales Netzwerk bleibt dieser Markt unsichtbar.

Die Nebenkosten unterschätzen. Kaufnebenkosten, Umzug, erste Investitionen und eine Liquiditätsreserve gehören ins Budget. Viele Finanzierungen scheitern nicht am Kaufpreis, sondern an fehlenden Reserven.

Die Mikrolage ignorieren. Innerhalb derselben Gemeinde können identische Objekte je nach Lage mehrere hunderttausend Franken auseinanderliegen. Besonnung, Seesicht, Hanglage und Lärmbelastung entscheiden über den langfristigen Wert.

Emotional statt fundiert verhandeln. Eine unabhängige Bewertung und die Kenntnis vergleichbarer Transaktionen sind die beste Verhandlungsgrundlage. Wer den Markt kennt, verhandelt ruhiger und erfolgreicher.

Unterlagen oberflächlich prüfen. Dienstbarkeiten im Grundbuch, anstehende Sanierungen bei Stockwerkeigentum oder hängige Bauprojekte in der Nachbarschaft können den Wert erheblich beeinflussen. Diese Prüfung gehört vor die Unterschrift, nicht danach.

Wie BC Living Sie beim Kauf begleitet

BC Living ist auf die Zürcher Goldküste spezialisiert und begleitet Käuferinnen und Käufer durch den gesamten Prozess. Das beginnt bei der ehrlichen Beratung, welche Gemeinde und welche Mikrolage wirklich zu Ihren Bedürfnissen passt, und reicht über den Zugang zu unserem Netzwerk, das auch nicht öffentlich ausgeschriebene Objekte umfasst, bis zur Begleitung bei Besichtigungen, Preisverhandlungen und der notariellen Abwicklung.

Unser Anspruch ist einfach. Sie sollen nicht irgendeine Immobilie finden, sondern die richtige, zum richtigen Preis und mit einem Prozess, der Ihnen Sicherheit gibt statt Stress. Entdecken Sie alle aktuellen Immobilien an der Goldküste oder vereinbaren Sie direkt eine kostenlose Erstberatung.

Häufige Fragen zum Immobilienkauf an der Zürcher Goldküste

Zur Goldküste im engeren Sinn zählen die Gemeinden am rechten Zürichseeufer, namentlich Zollikon, Küsnacht, Erlenbach, Herrliberg, Meilen, Uetikon am See, Männedorf und Stäfa. Im weiteren Sinn werden auch erhöht gelegene Gemeinden wie Zumikon zur Region gezählt.

Mindestens 20% des Kaufpreises, davon die Hälfte aus harten Eigenmitteln wie Ersparnissen oder Säule-3a-Guthaben. Bei einem Objekt für zwei Millionen Franken sind das mindestens 400'000 Franken, zuzüglich Kaufnebenkosten und Reserven.

Zwischen Besichtigung, Finanzierungszusage, Notartermin und Grundbucheintrag vergehen in der Praxis meist sechs bis zwölf Wochen. Der Grundbucheintrag selbst dauert je nach Kanton zwei bis vier Wochen.

Nein. Der Kanton Zürich hat die Handänderungssteuer 2005 abgeschafft. Es fallen lediglich Notariats- und Grundbuchgebühren von je 0,1% des Kaufpreises an, was den Kanton zu einem der günstigsten Standorte für Immobilienkäufe in der Schweiz macht.

Erst mit dem Eintrag im Grundbuch. Die öffentliche Beurkundung beim Notar verpflichtet beide Parteien, überträgt das Eigentum aber noch nicht. Der Grundbucheintrag ist der rechtlich entscheidende Schritt.

Off-Market-Immobilien werden ohne öffentliche Ausschreibung verkauft, meist aus Diskretionsgründen. An der Goldküste betrifft das einen erheblichen Teil des gehobenen Segments. Zugang erhalten Käufer in der Regel über spezialisierte, lokal vernetzte Immobilienpartner, die vorgemerkte Suchprofile mit diskret angebotenen Objekten zusammenbringen.

Die langfristige Wertentwicklung spricht für die Region. Über die letzten 25 Jahre haben sich die Preise im Raum Zürich nahezu verdreifacht, und das strukturell knappe Angebot bei anhaltend hoher Nachfrage stützt die Wertstabilität. Eine Garantie für künftige Entwicklungen ist das nicht, aber die Rahmenbedingungen gehören zu den solidesten der Schweiz.

Ja, sofern sie ihren Wohnsitz in der Schweiz haben. EU/EFTA-Bürger mit B- oder C-Bewilligung sowie Drittstaatler mit C-Bewilligung kaufen ohne Einschränkung. Drittstaatler mit B-Bewilligung dürfen einen selbstbewohnten Hauptwohnsitz erwerben. Ohne Schweizer Wohnsitz ist der Kauf einer Wohnimmobilie im Kanton Zürich praktisch ausgeschlossen, da der Kanton keine Ferienwohnungsbewilligungen nach Lex Koller vergibt.

Neben den üblichen Unterlagen gehören das Begründungsdokument, das Reglement, die Protokolle der letzten Stockwerkeigentümerversammlungen und der Stand des Erneuerungsfonds auf den Prüftisch. Ein schlecht dotierter Erneuerungsfonds bei anstehenden Sanierungen kann zu Sonderumlagen von mehreren zehntausend Franken führen.

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